alcemy: investments & exits – mit philipp emig

Zement- und Betonindustrie dekarbonisieren? Jan Thomas und Philipp Emig, Senior Vice President bei Picus Capital, analysieren heute die Finanzierungsrunde von Alcemy.

Alcemy hat sich 10 Millionen US-Dollar zur Dekarbonisierung der Zement- und Betonindustrie gesichert. Die Finanzierungsrunde wurde von Norrsken VC angefĂŒhrt, mit weiteren Investoren Galvanize Climate Solutions, BitStone Capital und AENU. Das 2018 gegrĂŒndete Berliner Startup von Leopold Spenner und Dr. Robert Meyer nutzt KI-gestĂŒtzte Software, um die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Zement und Beton um bis zu 65% zu reduzieren. Mit dem neuen Kapital plant Alcemy seine Plattform zu skalieren und in sechs weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern, den USA und der TĂŒrkei zu expandieren.

In der Folge erwÀhnt: Heidelberg Materials, LafargeHolcim

 

Über Philipp Emig und Picus Capital

Philipp ist ein erfahrener Investor und Senior Vice President bei Picus Capital. Zuvor sammelte er wertvolle Erfahrungen als Junior Project Manager und Senior Consultant bei McKinsey & Company Inc. Seine Expertise liegt in den Bereichen Strategie, M&A, Vendor DDs und Transformationen fĂŒr multinationale Kunden. Philipp verfĂŒgt ĂŒber eine internationale Ausbildung mit einem MBA von der INSEAD und der Wharton School sowie einem Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft, beide mit Auszeichnung als Jahrgangsbester abgeschlossen.

 

Picus Capital ist ein internationales Venture-Capital-Unternehmen mit Hauptsitz in MĂŒnchen und BĂŒros in New York, Peking, Berlin, London, Bangalore, und SĂŁo Paulo. Picus tĂ€tigt ĂŒberwiegend Investitionen in Pre-Seed-, Seed- und Series-A-Runden und ist auf Technologieunternehmen in den Branchen Finanzdienstleistungen, HR, erneuerbare Energien, Gesundheit, Logistik & MobilitĂ€t, Immobilien & Konstruktion, Krypto & Web3, Deeptech und E-Commerce fokussiert.

 

Über Startup Insider

Startup Insider ist das Branchenportal fĂŒr die Startup-Szene im DACH-Raum. Hier findest du Nachrichten aus allen Regionen und Industrien sowie eine Übersicht der wichtigsten Akteure und Events der deutschsprachigen Startup-Welt.

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zentur.io & crafthunt: investments & exits – mit amanda birk

Wir begrĂŒĂŸen heute Amanda Birkenholz, Principal von UVC Partners, und Elisabeth Schrey, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin vom DeepTech & Climate Fonds in der Rubrik “Investments & Exits”. Die beiden analysieren heute die Finanzierungsrunde von Zentur.io und Crafthunt. 

Das 2021 gegrĂŒndete Zentur.io, das sich auf die Digitalisierung und Dekarbonisierung von FernwĂ€rmenetzen spezialisiert hat, gibt eine Seed-Finanzierung in Millionenhöhe bekannt. Zu den Investoren gehören Bayern Kapital und der Co-Investor Enpulse Ventures. Mit der Investition soll das Team von Zentur.io erweitert und die MarkteinfĂŒhrung weiterer Produkte vorangetrieben werden. Zentur.io hat bereits mehrere Pilotprojekte abgeschlossen und Kunden aus dem Bereich kleiner bis großer FernwĂ€rmeversorger gewonnen.

Das MĂŒnchner Startup Crafthunt hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 3 Millionen Euro eingeworben, um seine Karriereplattform fĂŒr die Bauindustrie weiterzuentwickeln und international zu expandieren. Zu den Investoren zĂ€hlen UVC Partners, Redstone und mehrere Angel-Investoren. Crafthunt zielt darauf ab, den FachkrĂ€ftemangel in der Bauindustrie zu lindern, indem es eine App-basierte Lösung anbietet, die mittels KI ein Matching-System fĂŒr Stellenangebote und geeignete FachkrĂ€fte bereitstellt.

 

Über Amanda Birkenholz und UVC Partners

Amanda Birkenholz hat eine große Leidenschaft fĂŒr Tech-Startups, die wichtige Probleme lösen, und freut sich darauf, sie in ihrer Rolle als Investorin bei ihrem Wachstum zu unterstĂŒtzen. Ihr Schwerpunkt liegt auf IoT, PropTech und Industrie 4.0. Vor UVC war Amanda MitbegrĂŒnderin von VISN, einem preisgekrönten B2B-IoT-Startup, und leitete außerdem das PropTech-Unternehmen Raumgold. Sie arbeitete als Venture Architect Director bei einem Company Builder, wo sie skalierbare B2B-Startups schuf und mehrere Startups durch Accelerator-Programme coachte und betreute. Amanda hat einen multikulturellen Hintergrund und hat in der ganzen Welt gearbeitet und gelebt (Deutschland, Australien, Großbritannien, Spanien, Thailand). Sie hat einen Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau von der RWTH Aachen University.

UVC Partners ist eine in MĂŒnchen und Berlin ansĂ€ssige Risikokapitalgesellschaft, die in technologiebasierte Start-ups in den Bereichen Unternehmenssoftware, industrielle Technologien und MobilitĂ€t investiert. Der Fonds investiert in der Regel zwischen 0,5 und 10 Mio. € zu Beginn und bis zu 20 Mio. € insgesamt pro Unternehmen.

 

Über Elisabeth Schrey und DeepTech & Climate Fonds

Elisabeth Schrey war schon immer von Innovationen und deren Auswirkungen auf unser Leben fasziniert. Vor ihrer Arbeit beim DTCF war sie bei btov Partners, Matterwave Ventures und beim TechVision Fonds fĂŒr Investments und Portfoliobetreuung im Bereich Industrial Tech verantwortlich. Dabei ist sie sowohl von intellektueller Neugier als auch von GeschĂ€ftssinn angetrieben. Sie promovierte im Bereich Maschinenbau zum Thema Innovationmanagement an der RWTH Aachen und ist seit dem Februar 2023 GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des DeepTech & Climate Fonds.

Der DeepTech & Climate Fonds (DTCF) ist ein neuer Fonds, der in das Wachstum von Unternehmen mit Zukunftstechnologien investiert. Er wird mit Mitteln des Zukunftsfonds und des ERP-Sondervermögens finanziert und hilft dabei, das europĂ€ische Technologie-Ökosystem der Zukunft aufzubauen. DafĂŒr investiert der DTCF in den kommenden zehn Jahren bis zu eine Milliarde Euro und entwickelt damit den neuen technologiebasierten Mittelstand von morgen.

Als Ankerinvestor und Partner von institutionellen Investoren und Family Offices trĂ€gt der Fonds dazu bei, dass sich wirtschaftlich erfolgreiche und eigenstĂ€ndige Technologie-unternehmen fĂŒr eine klimaneutrale Zukunft entwickeln.

 

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investments & exits – mit luis hanemann

Carbon Management Software fĂŒr die Modeindustrie und fast 6 Mrd. US-Dollar fĂŒr Tech-Startups: In der heutigen Folge von “Investments & Exits” begrĂŒĂŸen wir Business Angel Luis Hanemann, welcher mit Jan Thomas folgende Themen analysiert:

  • Carbonfact, ein Pariser Unternehmen, das eine Carbon Management Software fĂŒr die Modeindustrie entwickelt, hat in seiner Series-A-Finanzierungsrunde 13,9 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde wurde von Alven und Headline angefĂŒhrt, mit einer weiteren Investition von Y Combinator. Die Software hilft TextileinzelhĂ€ndlern und -herstellern bei der Messung und Planung zur Reduktion ihrer Emissionen. Die GrĂŒnder des Unternehmens sind Marc Laurent, Martin Daniel und Romain Champoulier. Sie betonen die Notwendigkeit eines umfassenderen Datenmanagements ĂŒber traditionelle Tabellenkalkulationen hinaus, um den Fortschritt im Klimaschutz effektiv zu messen und zu berichten.
  • Das Risikokapitalunternehmen General Catalyst hat Berichten zufolge fast 6 Milliarden US-Dollar fĂŒr Technologie-Startups gesammelt, wobei der Schwerpunkt auf Sektoren wie Verteidigung, Raumfahrt, Klima, FinTech und Gesundheitswesen liegt. Die Mittel sollen hauptsĂ€chlich in Europa, Indien und den USA investiert werden. General Catalyst ist eine in den USA ansĂ€ssige Risikokapitalgesellschaft, die in frĂŒhen Phasen und Wachstumsphasen investiert. Die Firma hat in globale Unternehmen investiert, darunter Airbnb, Kayak, Datalogix, Datto, Livongo, Gusto, Buildkite, Warby Parker, Oscar, Deliveroo, Lemonade, Stripe und Snap.

 

Über Luis Hanemann

Luis Hanemann ist ein erfahrener Unternehmer und Investor, der sich leidenschaftlich fĂŒr die BekĂ€mpfung der Klimakrise einsetzt. Seit den frĂŒhen 2000ern ist er in der Tech-Branche aktiv, begonnen hat er mit Webentwicklung und Online-Marketing. Seine Karriere fĂŒhrte ihn zur Rolle des CMO bei Rocket Internet und zur MitgrĂŒndung der digitalen Marketingagentur Trust Agents, die nun Teil der Carlyle Group ist. Über sieben Jahre war er Partner bei Headline, einem globalen Venture-Capital-Unternehmen. Luis hat Revent initiiert, einen Technologie-Impact-Fonds, der zweckgetriebene Unternehmen in Europa unterstĂŒtzt. Er arbeitet hauptsĂ€chlich mit Startups, Investoren und NGOs zusammen, um innovative Lösungen fĂŒr die Klimakrise zu fördern.

 

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Startups und Tech-Giganten im Wettlauf gegen CO2

CO2: Biokohleprojekte als SchlĂŒssel zur Kohlenstoffentfernung

Der Wettbewerb um die Reduzierung von CO2 Emissionen erreicht neue Höhen, wĂ€hrend sich innovative Startups und Tech-Giganten gleichermaßen bemĂŒhen, bedeutende Deals zur Kohlenstoffentfernung abzuschließen. Ein bemerkenswertes Beispiel dieses Wettrennens sind die jĂŒngsten Entwicklungen zwischen dem Berliner Startup Senken und dem bolivianischen Projekt Exomad Green einerseits sowie dem Technologieunternehmen Microsoft und dem Schweizer ClimateTech The Next 150 andererseits.

Im Mittelpunkt steht der ehrgeizige Plan von Senken und Exomad Green, der darauf abzielt, zwischen 2025 und 2028 beachtliche 81.600 Tonnen CO2 aus der AtmosphĂ€re zu entfernen. Ihr Fokus liegt auf der Umwandlung von Biomasse in Biokohle und deren anschließender Vergrabung im Boden, um nicht nur die CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch die BodenqualitĂ€t zu verbessern und die landwirtschaftliche ProduktivitĂ€t zu steigern. Insbesondere konzentriert sich Exomad Green darauf, AbfĂ€lle aus der Forstwirtschaft in Biokohle umzuwandeln, was nicht nur die Gesundheits- und Brandrisiken verringert, sondern auch den Waldschutz und die UnterstĂŒtzung indigener Gemeinschaften in Bolivien fördert. Dieser Deal ist sinnbildlich dafĂŒr, dass das globale BemĂŒhen, den Klimawandel einzudĂ€mmen und nachhaltige Lösungen zu fördern, in bedeutenden Schritten voranschreitet.

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Microsoft und das Schweizer ClimateTech The Next 150 haben jedoch nun mit ihrem Plan, 95.000 Tonnen CO2 aus einer Biokohle-Produktionsanlage in Mexiko zu erwerben, die Messlatte noch ein wenig höher gelegt. Ihr Fokus liegt ebenfalls auf der Schaffung ökologischer und finanzieller Vorteile, wobei bis zu 23.000 lokale Landwirtinnen und Landwirte mit Biokohle versorgt werden, um ihre ErnteertrĂ€ge zu steigern und die AbhĂ€ngigkeit von chemischen DĂŒngemitteln zu verringern. Microsoft hat verkĂŒndet, bis 2050 seine gesamten historischen Emissionen zu reduzieren und bis 2030 kohlenstoffnegativ zu werden. Zu diesem Zweck hat der Technologiekonzern ein Portfolio aufgebaut, das verschiedene Vereinbarungen zur Kohlenstoffreduzierung beinhaltet, wie etwa naturbasierte Aufforstungs- und Agroforstprojekte, Lösungen zur direkten Luftabscheidung und meeresbasierte Kohlenstoffreduzierung.

Trotz der quantitativen Überlegenheit von Microsoft und The Next 150 bringt der Deal von Senken und Exomad Green die bemerkenswerte Besonderheit mit sich, dass sie es mit begrenzten finanziellen Ressourcen geschafft haben, in kĂŒrzerer Zeit eine betrĂ€chtliche Menge an CO2-Entfernungs-Credits bereitzustellen und somit einen wertvollen Beitrag zur BekĂ€mpfung des Klimawandels zu leisten. Unterm Strich betonen diese Entwicklungen den zunehmenden Einsatz von innovativen Lösungen zur Kohlenstoffentfernung und die DiversitĂ€t der Akteure, die sich fĂŒr eine nachhaltigere Zukunft einsetzen. Es ist wichtig zu erkennen, dass es hier nicht um einen Wettbewerb zwischen Unternehmen geht, sondern vielmehr darum, dass Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel anzugehen.