checkpoint deeptech #5 – defencetech: dual-use, marktpotenz

Wie beeinflusst die aktuelle geopolitische Lage die Investitionen in Verteidigungstechnologien? Willkommen zur fĂŒnften Runde unseres monatlichen DeepTech RĂŒckblicks “Checkpoint DeepTech”. Wir sprechen heute mit Lukas Leitner, DeepTech Investor bei Lakestar,  ĂŒber die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Dual-Use-Technologien und DefenceTech. 

Der NATO Innovation Fund und seine Rolle bei der Förderung europĂ€ischer TechnologiefĂŒhrer stehen ebenso im Fokus wie die Bedeutung von Venture Capital in diesem spannenden und kontroversen Sektor. Das GesprĂ€ch beleuchtet die Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf die Nachfrage nach Verteidigungstechnologien und die Notwendigkeit resilienter Lieferketten. Es werden erfolgreiche Startups wie Helsing und Isar Aerospace vorgestellt, die innovative Lösungen in den Bereichen KĂŒnstliche Intelligenz und Raumfahrt entwickeln.

 

Weitere Themen:

  • BĂŒrokratische HĂŒrden: Die Beschaffungssysteme in Europa sind oft langsam und bĂŒrokratisch, was es schwierig macht, schnell auf neue technologische Entwicklungen zu reagieren.
  • Rolle von Venture Capital: Venture Capital spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung von Startups im Bereich Dual-Use und DefenceTech, wobei Fonds wie der NATO Innovation Fund und Project A Ventures besonders hervorgehoben werden.
  • EuropĂ€ische Zusammenarbeit: Es ist wichtig, dass Europa als Einheit agiert, um starke und unabhĂ€ngige Verteidigungstechnologien zu entwickeln und zu fördern.
  • ZukĂŒnftige Entwicklungen: Es wird erwartet, dass der Bereich DefenceTech weiter wĂ€chst, jedoch mit Schwankungen in den Investitionszyklen, abhĂ€ngig von politischen und wirtschaftlichen Faktoren.

Genannte Links

 

In der Folge erwÀhnt: Uwe Horstmann, Klaus Hommels, Richard David Precht, Boris Pistorius, Matze Hielscher, Francis Fukuyama, Marc A. Wietfeld, Arx Robotics, Mindguard, Lockheed Martin, Raytheon, Boeing, SpaceX, Northrop Grumman, Anduril, Project A

 

Über Lukas Leitner & Lakestar
Lukas Leitner ist SpaceTech Enthusiast und Klischeeschwabe, den es nach ein paar Jahren in der Unternehmensberatung bei BCG nach Berlin in die Startup Welt verschlagen hat. Bei Lakestar ist Lukas Teil des DeepTech Teams und schaue mir Themen wie SpaceTech, Quantum Computing, BioTech, Novel Energy, Novel AI.

Lakestar hat es sich zur Aufgabe gemacht, bahnbrechende, technologiegestĂŒtzte Unternehmen zu finden, zu finanzieren und zu fördern, die von außergewöhnlichen Unternehmern in Europa und darĂŒber hinaus gegrĂŒndet werden. Zu den ersten Investitionen des von Klaus Hommels gegrĂŒndeten Teams zĂ€hlen Skype, Spotify, Facebook und Airbnb. Seit der Auflegung seines ersten Fonds im Jahr 2012 verwaltet Lakestar ein Gesamtvolumen von ĂŒber 2,8 Milliarden Euro in vier Fonds

 

Über Startup Insider

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arx robotics: 9 mio. euro fur autonome robotersysteme – mit

Wie transformiert ARX Robotics die Verteidigungstechnologie? In der neuen Episode von “Startup Spotlight” spricht Jan Thomas mit Marc A. Wietfeld, dem CEO und GrĂŒnder von ARX Robotics. ARX Robotics, gegrĂŒndet von ehemaligen Soldaten, hat sich das Ziel gesetzt, die Verteidigungstechnologie durch innovative, modulare Robotersysteme zu transformieren. Marc gibt Einblicke in die jĂŒngsten Entwicklungen seines Unternehmens, die Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 9 Millionen Euro, an der der NATO Innovation Fund, Discovery Ventures und Project A Ventures beteiligt sind.

Marc erlĂ€utert die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der autonomen Systeme von ARX Robotics, die nicht nur in der Verteidigung, sondern auch in kommerziellen und humanitĂ€ren Anwendungen revolutionĂ€re Fortschritte bringen. Mit seinen 14 Jahren militĂ€rischer Erfahrung und einem starken Hintergrund in Management und Technologie fĂŒhrt Marc ARX Robotics in eine neue Ära der Robotik. Die jĂŒngste Finanzierungsrunde soll die ProduktionskapazitĂ€ten in Europa erweitern und die Entwicklung neuer, anpassungsfĂ€higer Hardware- und Softwarelösungen vorantreiben. 

 

Unser heutiger Gast

Marc A. Wietfeld ist ein ehemaliger deutscher Infanterieoffizier und GrĂŒnder sowie CEO von ARX Robotics. Marcs Karriere begann im Metallbau, wo er eine technisch-handwerkliche Berufsausbildung absolvierte. Er studierte im Rahmen seiner Offzierlaufbahn an der UniversitĂ€t der Bundeswehr MĂŒnchen und schloss seinen Bachelor-und Masterabschluss in Management und Medien ab.‹Mit 14 Jahren militĂ€rischer Erfahrung initiierte Marc wĂ€hrend seines Studiums ein Forschungsprojekt zu autonomen Robotern und trug zu verschiedenen Innovations- und Entwicklungsprojekten in Defence bei, unter anderem mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr und der NATO. Vor seiner militĂ€rischen Laufbahn sammelte Marc Branchen- und Managementerfahrung bei der WĂŒrth-Gruppe und in mittelstĂ€ndischen Produktionsunternehmen.‹Marcs Erfahrungen und bisherige Karriere bilden eine Kombination zwischen Innovation, Management, Technologie und MilitĂ€r. Durch seine soldatische PrĂ€gung, Erfahrung und nutzerzentrierte Perspektive grĂŒndete Marc mit zwei weiteren ehemaligen Soldaten ARX Robotics, ein VC-backed Start-up, das zuletzt vom NATO Innovation Fund finanziert wurde und unbemannte Systeme an mehrere NATO-StreitrkrĂ€fte und die Ukraine liefert.

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/marc-a-wietfeld-b861a5204/?originalSubdomain=de 

 

Über ARX Robotics

ARX Robotics ist eines der erfolgreichsten Venture-Kapital-finanzierten Startups in Deutschland im Bereich Defence Tech. Das dual-use startup entwickelt modulare, autonomiefĂ€hige unbemannte Bodensysteme und nutzt das transformative Potenzial der Robotik, um die Möglichkeiten in der ProduktivitĂ€t, Effizienz und Sicherheit fĂŒr verschiedene Branchen neu zu gestalten. Die aktuelle Produktreihe umfasst vier standardisierte Plattformmodelle mit skalierbaren Hardwarekomponenten und Softwarearchitekturen. ARX-Systeme werden derzeit von sechs europĂ€ischen StreitkrĂ€ften in den Bereichen AufklĂ€rung, Überwachung, Transport, CASEVAC, Training und Simulation eingesetzt, beschafft oder getestet.

Website: https://www.arx-robotics.com/

 

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klarna & helsing: investments & exits – mit daniel wild und

Wie sieht die Zukunft des Venture-Capital-Marktes aus und welche Strategien verfolgen Startups in finanziellen Schwierigkeiten? Daniel Wild, GrĂŒnder und Aufsichtsrat bei Mountain Alliance und Hendrik Brandis, Partner & Co-Founder von Earlybird Venture Capital, besprechen die spannenden Entwicklungen bei Klarna und Helsing:

Klarna hat seine Online-Zahlungslösung Klarna Checkout (KCO) fĂŒr 520 Millionen US-Dollar an eine Investorengruppe um Kamjar Hajabdolahi, CEO von BLQ Invest, verkauft. Der Übergang auf die neuen EigentĂŒmer erfolgt zum 1. Oktober. Die Zahlungsmethoden von Klarna sollen weiterhin ĂŒber das Checkout-System zur VerfĂŒgung stehen. Der Verkauf soll es Klarna ermöglichen, sich auf seine flexiblen Zahlungsoptionen zu konzentrieren und die bisherigen Konflikte mit Zahlungsdienstleistern wie Adyen und Stripe zu minimieren. KCO wurde ursprĂŒnglich 2012 in Nordeuropa eingefĂŒhrt und hat heute einen Marktanteil von 40 Prozent in Schweden und 20 Prozent in den nordischen LĂ€ndern.

Das MĂŒnchner KI-MilitĂ€r-Startup Helsing könnte bald eine Bewertung von ĂŒber 4 Milliarden Euro erreichen, nachdem namhafte Silicon-Valley-Investoren wie Accel und Lightspeed Venture Partners Interesse an einem Investment von einer halben Milliarde US-Dollar bekundet haben. Die neue Finanzierung wĂŒrde das Unternehmen zum teuersten MilitĂ€r-Startup Europas und zu einem der wertvollsten Jungunternehmen des Kontinents machen. Erst im vergangenen Jahr erreichte Helsing nach einer Series-B-Finanzierung in Höhe von 209 Millionen Euro eine Bewertung von 1,7 Milliarden Euro. Helsing entwickelt eine KI-Technologie, die in verschiedenen militĂ€rischen GerĂ€ten wie Panzern, U-Booten und Jets eingesetzt wird, um Soldaten in Echtzeit mit Informationen zu versorgen. Die Technologie wird bereits in aktuellen FronteinsĂ€tzen genutzt.

weitere ErwÀhnungen: Daniel Ek, Sebastian Siemiatkowski, Deutsche Bank, Stripe

 

Über Daniel Wild und Mountain Alliance

Daniel ist serieller Unternehmer und seit 20 Jahren begeisterter Venture Capital Investor mit der Tiburon GmbH und der Mountain Alliance AG. GrĂŒndungen unter anderem getmobile AG, Shirtinator AG und Ecommerce Alliance AG (heute Mountain Alliance). 150 early stage Investements darunter zB XING und trivago.

Die Mountain Alliance AG (ehemals Ecommerce Alliance AG) ist eine operative Beteiligungsgesellschaft, deren Aktien im Mittelstandssegment m:access der Börse MĂŒnchen und im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse notieren.

 

Über Hendrik Brandis und Earlybird

Hendrik Brandis ist MitgrĂŒnder und Partner bei Earlybird. Er war mehrere Jahre lang Vorstandsmitglied der European Venture Capital Association. Vor der MitgrĂŒndung von Earlybird war Hendrik Brandis Partner bei McKinsey. Er studierte Maschinenbau an der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen und promovierte auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrttechnik

Earlybird ist ein Risikokapitalgeber, der sich auf europĂ€ische Technologieunternehmen konzentriert. GegrĂŒndet 1997, investiert Earlybird in alle Wachstums- und Entwicklungsphasen eines Unternehmens. Als einer der erfahrensten Venture Capital-Investoren in Europa bietet Earlybird seinen Portfoliounternehmen nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch strategische und operative UnterstĂŒtzung sowie Zugang zu einem internationalen Netzwerk und KapitalmĂ€rkten. Earlybird verwaltet verschiedene Fonds mit Fokus auf digitale Technologien in Ost- und Westeuropa sowie auf Gesundheitstechnologien. Mit ĂŒber 1 Milliarde Euro unter Management, sieben BörsengĂ€ngen und 22 Trade Sales ist Earlybird eine der erfolgreichsten Venture Capital Firmen in Europa.

 

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Helsing: Lightspeed und Accel wollen einsteigen

Silicon Valley investiert in MĂŒnchner Verteidigungs-KI: Helsing erhĂ€lt 500 Millionen US-Dollar

Das MĂŒnchner Unternehmen Helsing ist ein KI-Startup, das auf Verteidigungstechnologie spezialisiert ist. Es entwickelt Software und KĂŒnstliche Intelligenz fĂŒr militĂ€rische Anwendungen, die in verschiedenen Systemen wie Drohnen und anderen Kampffahrzeugen eingesetzt werden. Helsing wurde im Jahr 2021 gegrĂŒndet und arbeitet eng mit StreitkrĂ€ften, Regierungsbehörden und der Verteidigungsindustrie zusammen. Zu den Partnern gehören renommierte Unternehmen wie Saab, Rheinmetall und Airbus sowie der schwedische Flugzeug- und RĂŒstungskonzern Saab als strategischer Investor. Der US-Risikokapitalgeber General Catalyst. La Famiglia, mittlerweile ebenfalls Teil von General Catalyst, ist auch beteiligt.
Helsing hat in der Vergangenheit kapitalstarke Finanzierungen erhalten, darunter eine Series-A-Finanzierung im November 2021 ĂŒber 103 Millionen Euro und eine Series-B-Runde im September 2023 ĂŒber 209 Millionen Euro, wodurch das Unternehmen zum ersten europĂ€ischen Einhorn im Bereich MilitĂ€r und Verteidigung wurde. Anfang Juni 2024 wurde bekannt, dass Helsing an einem Projekt mit KI-gesteuerten, autonomen Luftkampfsystemen arbeitet und eine Kooperation mit Airbus eingegangen ist.

Aktuell befindet sich Helsing in Verhandlungen mit Investoren aus dem Silicon Valley, darunter Accel und Lightspeed Venture Partners, ĂŒber eine Finanzspritze von rund 500 Millionen US-Dollar. Diese Investition könnte die Unternehmensbewertung auf 4,5 Milliarden Dollar erhöhen und Helsing zu einem der wertvollsten KI-Startups Europas machen. FĂŒr Accel wĂ€re dies der erste Deal im Bereich Verteidigung und MilitĂ€rtechnik.
Ein entscheidender Aspekt der Arbeit von Helsing ist die Zusammenarbeit mit der ukrainischen Armee. Die entwickelte KI-Software wird in ukrainische und westliche Drohnen integriert, um deren EinsatzfĂ€higkeit zu erhöhen, selbst unter schwierigen Bedingungen wie elektronischen Störmaßnahmen. Seit 2022 ist Personal von Helsing kontinuierlich in der Ukraine stationiert und stellt FĂ€higkeiten und Technologie fĂŒr FronteinsĂ€tze bereit. Diese Technologien sind nicht nur fĂŒr die Ukraine von großer Bedeutung, sondern auch fĂŒr die Bundeswehr, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius betont hat. So erhielt das MilitĂ€r-Startup im Juni 2023 den Auftrag der Bundesregierung, den Eurofighter fĂŒr den elektronischen Kampf zu befĂ€higen und die KI-Infrastruktur fĂŒr die neue europĂ€ische Fighter-Generation „Future Combat Air System“ zu liefern.

MilitÀr-Startup Helsing
MilitÀr-Startup Helsing